Corona und Arbeitsschutz

Aktuelle Maßnahmen der Corona-Arbeitsschutzverordnung

Die aktuellen Veröffentlichungen zur Corona-Arbeitsschutzverordnung sehen die Verpflichtung vor, nach der Gefährdungsbeurteilung Basisschutzmaßnahmen als Arbeitgeber umzusetzen. Das können sein:
- Angebot von Corona-Tests
- Einhaltung von AHA-Regeln
- Angebot an Masken

Zudem sollen Arbeitnehmer Angebote von Schutzimpfungen nutzen dürfen. Hier müssen die Unternehmen das Corona-Infektionsrisiko im konkreten betrieblichen Kontext bewerten und dann Maßnahmen in den Hygienekonzepten festlegen. Die Änderungen treten ebenfalls am heutigen 20. März 2022 in Kraft und gelten bis einschließlich 25. Mai 2022.

Aktuelle Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Der Wegfall der Regelungen des § 28b IfSG Abs. 1 - 4 wurde beschlossen, sodass die Verpflichtungen zu 3G am Arbeitsplatz und zu Homeoffice ab dem 20. März 2022 entfallen.

Ein nützliches FAQ zum betrieblichen Infektionsschutz finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.


    Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Testen im Betrieb

    Drei Testarten zur Identifikation einer Infektion mit dem Coronavirus werden unterschieden:

    PCR-Test

    PCR steht für Polymerase Chain Reaction. Diese Testvariante steht für das sicherste Ergebnis in der Pandemiebekämpfung. Die Probeentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore. Das Ergebnis liegt deshalb erst in etwa 24 Stunden vor.

    Selbsttest

    Ein Selbsttest oder auch Laientest genannt, wird vom Mitarbeiter an sich selbst angewendet. Eine Schulung oder Beauftragung externe Stellen ist hier nicht notwendig. Grundsätzlich gibt es für diese Testvariante keine Vorgaben zu Arbeitsschutzmaßnahmen, auch gibt es keine Abgabebeschränkung. Das bedeutet: Selbsttests sind frei verkäuflich.

    Antigen-Schnelltest (auch: PoC-Antigen-Test)

    PoC steht für Point-of-Care. PoC-Schnelltests sind Medizinprodukte, die Testungen auf SARS-CoV-2 ermöglichen, ohne dass dafür ein Labor beauftragt werden muss. Sie dienen zur Feststellung akuter Infektionen durch einen Nasen-Rachenabstrich, einen Abstrich im Bereich der vorderen Nasenwand (Nasaltests) oder auch durch einen Spuck- beziehungsweise Gurgeltest. Die Anwendung vollzieht ein geschultes Personal. Das Ergebnis liegt mit 15 Minuten sehr schnell vor, die Auswertung erfolgt direkt vor Ort.

     

    Zusammenfassend gilt: Im Vergleich zu Antigen-Schnelltests und Selbsttests haben PCR-Tests eine deutlich höhere Verlässlichkeit. Vor allem ist zu berücksichtigen, dass ein negatives Schnelltestergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht gänzlich ausschließt. Außerdem kommt es bei Antigen-Schnelltests häufiger vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Schnelltest-Ergebnis immer mittels PCR bestätigt werden. Weitere Details erfahren Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

    Selbsttests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken erworben werden.

    Hinweis: Arbeitgeber sind laut der Corona-Arbeitsschutzverordnung verpflichtet, dem Arbeitnehmer zwei Corona-Tests (Selbst- oder Schnelltests) pro Woche anzubieten.

    Professionelle PoC-Antigen-Schnelltests dürfen nicht an jedermann abgegeben werden. Seit Mitte März erlaubt die Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) allerdings den Verkauf von PoC-Tests an alle Arbeitgeber im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes. Das bedeutet: Unternehmen ist es gestattet, durch geschultes Personal Antigen-Schnelltests für Mitarbeiter durchzuführen. Die Beschaffung der Schnelltests erfolgt in eigener Verantwortung.

    Professionelle PoC-Antigenschnelltests sind zum Beispiel in Apotheken und in Sanitätshäusern erhältlich, können aber auch über andere Vertriebswege bezogen werden (zum Beispiel über den medizinischen Großhandel, Fachhandel für Betriebshygiene etc.).

    Hinweis: Achten Sie auch bei den zugelassenen Profi-Schnelltests darauf, dass für den Test bereits ein positives Ergebnis durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorliegt ("Evaluierung PEI").

    • Thüringen macht's. Einfach - Die Plattform für Schutzausrüstungen der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen macht Thüringer Anbieter von Schutzausrüstung sichtbar.
    • Über die Matchmaking-Plattform IHK ecoFinder können Südthüringer Unternehmen ebenso Anbieter von Corona-Tests finden. Hersteller oder Händler von Corona-Tests können sich mit dem Profil „Medizinische Schutzausrüstung/Virusnachweisverfahren“ hier eintragen.

    Beschäftigte führen den Test selbst durch. Eine Beaufsichtigung, Schulung oder Beauftragung externer Stellen ist grundsätzlich nicht erforderlich. Die Anwendung erfolgt mittels Nasenabstrich oder Speichelprobe, eine Anleitung liegt dem Test bei.

    Die vorliegende Handreichung der IHK Schleswig-Holstein navigiert Unternehmen im Einsatz von Selbsttests in Betrieben.

    Die vorliegende Handreichung der IHK Schleswig-Holstein soll Unternehmen verschiedener Branchen als Orientierungshilfe dienen, um eine Antigenschnelltestung in der Belegschaft durchführen zu können. Fragen rund um die Corona-Testung beantwortet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner FAQ-Liste zum Thema.

    Wichtig: Bevor Sie professionelle Schnelltests in Ihrem Unternehmen durchführen können, müssen Sie geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswählen und für die korrekte Anwendung des jeweiligen Medizinproduktes schulen (lassen). Die Schulung von Personal für die Abstriche beziehungsweise Spucktests und für die sachgerechte Anwendung von Antigen-Schnelltests nach den Herstellerangaben soll möglichst durch niedergelassene oder Betriebs-Ärzte durchgeführt werden.

    Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Caritas bieten Corona-Schnelltest-Schulungen an. Die Schulung dauert je nach Anbieter meist 30 bis 60 Minuten. Bei Bedarf können Sie natürlich sowohl bei Haus- und Betriebsärzten als auch bei Ihrem Gesundheitsamt nachfragen, wer in Ihrer Region entsprechende Schulungen ausrichtet.

    Hinweis: Das Unternehmen sollte dokumentieren, welcher Mitarbeiter durch wen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchen Inhalten geschult wurde.

    PCR-Tests werden ausschließlich von geschulten Personen mittels Nasen bzw. Rachenabstrich durchgeführt.

    Das hängt von der Art des Tests ab:

    Selbsttest

    Fällt ein Selbsttest positiv aus, ist das zunächst nicht meldepflichtig. Die getestete Person sollte das Ergebnis allerdings genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich so lange in Quarantäne begeben, bis dessen Ergebnis vorliegt. 

    PoC-Antigen-Schnelltest

    Positive Ergebnisse von PoC-Antigen-Schnelltests sind meldepflichtigund sollten unverzüglich wegen des Verdachts auf eine Infektion nach Infektionsschutzgesetz an das zuständige Gesundheitsamt weitergegeben werden, dabei entscheidet der Wohnort der getesteten Person.

    Unternehmen sind angehalten, Maßnahmen zum Schutz der übrigen Betriebsangehörigen zu ergreifen. Hierzu zählt u.a. die Erfassung der Daten zur Kontaktnachverfolgung sowie die Dokumentation der durchgeführten Schnelltests.

    Die positiv Getesteten selbst sollten sich umgehend in Quarantäne begeben und einem Arzt oder ein Testzentrum kontaktieren, um einen PCR-Test durchführen zu lassen.

     

    Hinweis: Sowohl bei der Durchführung des Antigen-Schnell-Test oder auch des Selbsttestes ist der Arbeitnehmer verpflichtet, ein positives Ergebnis dem Arbeitgeber zu melden. Diese Pflicht ergibt sich aus der nebenvertraglichen Rücksichtnahmepflicht.

    Allgemeine Fragen zur Corona-Testung und zu Meldepflichten beantwortet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner FAQ-Liste.


    Hinweise zum Impfen

    Um die Auswirkungen eventueller weiterer Infektionswellen zu begrenzen, muss die Impfquote auch in der Erwerbsbevölkerung deutlich erhöht werden. Die Arbeitgeber müssen daher weiterhin Beiträge zur Erhöhung der Impfbereitschaft leisten, indem sie Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19 Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren, die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen sowie bei Bedarf Beschäftigte zur Wahrnehmung außerbetrieblicher Impfangebote freistellen.

    Wo ist das Impfen in Thüringen möglich?

    Impfzentrum

    Online: Termin vereinbaren
    Telefonische Impfterminvereinbarung: +49 3643 4950490
    (Erreichbareit per Telefon: Mo|Di|Do 8:00 - 17:00 Uhr und Mi|Fr 8:00 - 12:00 Uhr)

    Mobiles Impfen

    Impfmobil in der Nähe finden

    Impfen im Betrieb mit Unterstützung der KVT

    Impfen im Betrieb vorbereiten (mind. 100 Personen)

    Allgemeine Informationen zum Impfen

    Offizielle Infoseite zur Corona-Schutzimpfung in Thüringen

    Tilo Werner
    Tilo Werner
    Abteilungsleiter Innovation und Umwelt | International

    Telefon +49 3681 362-203

     E-Mail werner@suhl.ihk.de

    Auslandshandelskammern Außenwirtschaftsförderung Außenwirtschaftsrecht Förderung der Außenwirtschaft Industrie- und Außenwirtschaftsausschuss Messeförderung Export-/Importberatung Import-/Exportberatung International Zollrecht Zollseminare INCOTERMS Außenwirtschaftsseminare ThEx StartInno - Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald; Märkte Businessplan