Personenbezogene Förderung

Gründungszuschuss

Was ist der Gründungszuschuss?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten. Ein direkter Übergang von einer Beschäftigung in eine geförderte Selbständigkeit ist nicht möglich.

Der Gründungszuschuss kann geleistet werden, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) hat.

Bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit müssen Gründerinnen und Gründer noch einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen haben, dessen Dauer nicht allein auf § 127 Abs. 3 SGB III beruht. Außerdem müssen sie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit darlegen. Bei begründeten Zweifeln an diesen Kenntnissen und Fähigkeiten kann die Agentur für Arbeit die Teilnahme an Maßnahmen zur Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung von Existenzgründungen verlangen bzw. der Gründerin oder dem Gründer unterstützend anbieten.

Eine fachkundige Stelle muss das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen. Fachkundige Stellen sind insbesondere Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, berufsständische Kammern, Fachverbände und Kreditinstitute.

 

Höhe, Dauer und Auszahlungsbedingung

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet. Für die erste Phase wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung für sechs Monate gewährt. Für weitere neun Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden kann.

Geförderte Personen haben ab dem Monat, in dem sie das Lebensjahr für den Anspruch auf Regelaltersrente im Sinne des Sechsten Sozialgesetzbuches (SGB VI) vollenden, keinen Anspruch auf einen Gründungszuschuss. Eine erneute Förderung ist nicht möglich, wenn seit dem Ende einer Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit noch nicht 24 Monate vergangen sind.

 

Was ist zu beachten?

Es werden nur Gründungen gefördert, die im Haupterwerb erfolgen. Ein noch bestehender Anspruch auf Arbeitslosengeld wird während der Förderung vollständigverbraucht. Freiwillige Einzahlungen in die Arbeitslosenversicherung sind innerhalb eines Monats nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit möglich. Die Antragsteller müssen die zuständige Agentur für Arbeit von ihrer persönlichen und fachlichen Eignung überzeugen. Bei Zweifeln kann die Arbeitsagentur die Teilnahme an Maßnahmenzur Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung der Existenzgründung verlangen.

Für den Gründungszuschuss ist die fachliche Stellungnahme einer fachkundigen Stelle erforderlich. Weitergehende Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigenAgentur für Arbeit und unter:  Informationen der Bundesagentur für Arbeit

Zur Überwindung von Hilfebedürftigkeit kann erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die arbeitslos gemeldet sind, bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit ein Einstiegsgeld erbracht werden, wenn die Hilfebedürftigkeit durch oder nach Aufnahme der Erwerbstätigkeit entfällt.

Voraussetzungen:

  • ALG II-Empfänger, die sich hauptberuflich selbständig machen wollen
  • Gewährung liegt im Ermessen des Trägers der Grundsicherung vor Ort (ARGE)

Höhe und Dauer:

  • Zuschuss zum Arbeitslosengeld II
  • Förderdauer: 12 Monate (kann auf 24 Monate verlängert werden)

Die Höhe und Dauer der Zahlung des Einstiegsgeldes richtet sich nach der Dauer der Arbeitslosigkeit und Größe der Bedarfsgemeinschaft.

Beantragen können Sie das Einstiegsgeld zum ALG II-Bezug bei Ihrem zuständigen Träger der Grundsicherung (ARGE) vor Ort vor Beginn der Vollexistenz.  

Selbstständige, die eine hauptberufliche Tätigkeit aufnehmen oder ausüben, können außerdem für Sachgüter bis max. 5.000 € und/oder zinslose Darlehen beim Jobcenter beantragen.

Gründerprämie

Die Gründerprämie dient der Existenzsicherung in der Vorgründungsphase und unterstützt Gründungsvorhaben, die innovationsbasiert von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind (wissens- oder kreativwirtschaftsbasierte Gründungen). Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus oder im Anschluss an ein Arbeitsverhältnis eine unternehmerische Idee umsetzen wollen.

Die Gründerprämie besteht aus einem monatlichen Zuschuss von 2.000 Euro, bei Akademikern von 3.000 Euro und läuft für maximal 12 Monate. Die Antragstellung erfolgt über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung mbH (GfAW) im Stichtagsverfahren. Eine Jury wählt dann aus den eingegangenen Anträgen geeignete Vorhaben aus. Während der Antragsphase und der gesamten Förderdauer werden die Gründerinnen und Gründer durch das Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) begleitet und unterstützt.  

 
Wenn Sie allgemeine Fragen zur Gründerprämie oder ein konkretes Gründungsvorhaben haben, dann wenden Sie sich an die

Infohotline des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum:

08000 /843933 

oder informieren Sie sich über www. thex.de

 

Antje Freund
Antje Freund

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