Gute Stimmung dank heimischer Nachfrage

Konjunkturbericht Frühsommer 2019 der IHK Südthüringen für die Stadt Suhl

Die Stimmung der Suhler Wirtschaft hat sich wieder verbessert. Wichtigste Antriebskraft ist die kräftige Binnennachfrage, von der in der Stadt sehr viele Gewerbetreibende profitieren. Drei von vier Suhler Unternehmen gehören zum Dienstleistungssektor oder zum Handel. Sie haben die richtigen Angebote für steigende Einkommen der Verbraucher und eine ausgeprägte Investitionsnachfrage aus dem Umland. Weltpolitische Störungen wirken sich hier hingegen kaum aus. Dies zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühsommer 2019, die die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) unter ihren Suhler Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat.

Der Konjunkturklimaindikator, ein geometrisches Mittel aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen der Unternehmen, steigt um fünf Punkte auf 126,2 Punkte. Damit wird der erhebliche Rückgang des Indikators zu Jahresbeginn korrigiert. Infolge gewachsener Konjunkturrisiken für Teile der Industrie wurde von etlichen Suhler Gewerbetreibenden die Geschäftslage zunächst zurückhaltend bewertet. Die Binnennachfrage blieb jedoch kräftig, daher haben sich die Einschätzungen zur Geschäftslage wieder verbessert. Im IHK-Bezirk Südthüringen ging der Konjunkturklimaindikator dagegen um zwei Punkte auf 111,1 Punkte zurück.

„Bereits seit drei Jahren ist die Stimmung der Suhler Wirtschaft durchgehend besser als im Umland. Der kräftige, von der Industrie getragene Aufschwung wird flankiert von kräftigen Investitionen, mehr Beschäftigung und steigenden Einkommen. Als einziges Südthüringer Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums und zukünftiges Oberzentrum ist die Wirtschaft auf die Binnennachfrage ausgerichtet. Sie gewinnt zwar weniger, wenn das Exportgeschäft brummt. Dafür lassen sie die zunehmenden internationalen Handelskonflikte, die im Umland derzeit das Wachstum beeinträchtigen, weitgehend kalt“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas.

Derzeit bewerten 53 Prozent der Suhler Unternehmen ihr Geschäftslage als gut, weitere 42 Prozent als saisonüblich bzw. befriedigend. Für die nächsten Monate erwarten 14 Prozent bessere Geschäfte, 81 Prozent keine Veränderung der gegenwärtigen Lage.

Auch in Suhl wird weiter kräftig investiert. 81 Prozent der Unternehmen planen, in den nächsten zwölf Monaten Investitionsprojekte durchzuführen. Dabei liegt der Fokus auf Modernisierungsmaßnahmen, die 62 Prozent vornehmen wollen. 32 Prozent wollen außerdem mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren weitere Nachfrage nach Suhl locken. 30 Prozent schließlich planen zudem die Optimierung des Geschäftsmodells, um Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen.

Auf dem Arbeitsmarkt ist mit der Fortsetzung der für die Arbeitnehmer guten Entwicklung zu rechnen. In Thüringens kreisfreier Stadt mit der niedrigsten Arbeitslosenquote planen 8 Prozent der Firmen die Vornahme von Neueinstellungen, 84 Prozent erwarten einen unveränderten Personalbestand. Für die Unternehmen bedeutet die weitgehende Markträumung, dass die Anstrengungen zur Personalgewinnung zunehmen. Daher betrachten 74 Prozent Fachkräfteengpässe als Konjunkturrisiko. Weitere Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung sind die Arbeitskosten (66 Prozent der Unternehmen) und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (51 Prozent).

Zur Information:
Basis der Angaben ist eine repräsentative Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen, die im Mai 2019 durchgeführt wurde. Zur IHK Südthüringen mit 28.500 Mitgliedsunternehmen gehören auch ca. 2.700 Unternehmen aus der Stadt Suhl. Den branchenmäßig größten Anteil stellen die 1.400 Dienstleister mit 9.400 Beschäftigten, gefolgt von 700 Handelsunternehmen mit 2.300 Beschäftigten. Zur Industrie gehören in der Stadt Suhl 170 Unternehmen mit 2.700 Beschäftigten.

Suhl, 08.07.2019

Katja Hampe
Katja Hampe

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