Implementierung Cloud-TSE - Kassenaufrüstung bis 31. März 2021

Verlängerung der Frist nach § 148 AO

Nach dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen (sog. Kassengesetz) sind Unternehmen seit 1. Januar 2020 verpflichtet, manipulationssichere Kassensysteme einzusetzen. Diese Kassen müssen mit einer TSE, einem Sicherheitsmodul für elektronische elektronischen Registrierkassen(-systeme), ausgerüstet sein.

Ende September 2020 lief bundesweit eine Regelung aus, wonach eine fehlende TSE vom Finanzamt nicht beanstandet wird. Wegen der Corona-Pandemie wurde diese Frist in allen Bundesländern bis zum 31. März 2021 verlängert.

Derzeit besteht allerdings in der Praxis ein Problem für die Unternehmen, die nicht auf eine hardwarebasierte Sicherung setzen, sondern sich für eine cloudbasierte TSE-Lösung entschieden haben. Entweder ist die bestellte Cloud-Lösung noch gar nicht zertifiziert oder die Cloud-TSE kann nicht mehr rechtzeitig zum Stichtag implementiert und die Anforderungen an den Schutz der Anwenderumgebung umgesetzt werden.

Betroffene Unternehmen sollten daher in Absprache mit ihrem steuerlichen Berater umgehend einen Antrag nach § 148 AO zur Verlängerung der Frist bei ihrem Finanzamt stellen. Anderenfalls drohen empfindliche Schätzungen sowie die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens, wenn ungeschützte Kassen nach diesem Zeitpunkt in Betrieb bleiben.