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Hinweis: Webinare nutzen

Onlineseminare der IHK-Organisation vermitteln wertvolle Impulse zur Implementierung eines Testregimes im Betrieb und informieren umfassend zur bestehenden Rechtslage. In Kürze in Ihrer IHK Südthüringen:

Webinar: Testpflicht für Unternehmen – Was ist zu beachten?
Termin: Freitag, 16. April 2021 (08:00 Uhr)

Weitere Termine sind derzeit in Planung und demnächst auf unserer Website unter www.suhl.ihk.de/veranstaltungen zu finden.


Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

seit Dienstag ist klar: Arbeitgeber müssen voraussichtlich ab kommender Woche (KW16) ihren Präsenzbeschäftigten mindestens einen Corona-Test pro Woche anbieten, für Arbeitnehmer mit besonderen Arbeitsbedingungen sind es sogar zwei. Die Testangebotspflicht ist ab sofort Bestandteil der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die vorerst bis zum 30. Juni 2021 verlängert wurde.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt, Virusmutationen breiten sich aus – und viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, die Hoffnung auf Lockerungen nicht aufgebend. Die IHK Südthüringen unterstützt grundsätzlich die Strategie, durch verstärktes Impfen und Testen den Lockdown abzulösen – und damit die Öffnung  geschlossener Branchen und Innenstädte voranzutreiben. Allerdings kann das Testen nur zum Erfolg führen, wenn Belegschaften Testangebote der Arbeitgeber auch annehmen müssen. Hier braucht es die gleiche Konsequenz wie beispielsweise beim Betreten von Schulen.

Das Wesentliche zu Corona-Tests erfahren Sie in dieser Sonderausgabe. Weiterführende Informationen haben wir für Sie auf unserer Corona-Testseite zusammengetragen. #WirtschaftTestet – Machen Sie mit!

Herzliche Grüße
Ihre IHK Südthüringen


Was muss der Arbeitgeber nachweisen?

Der Arbeitgeber muss nur Nachweise über die Beschaffung von Tests (Rechnungen) oder Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten vorhalten. Das bedeutet gleichzeitig: Sie müssen keinerlei Dokumentation über das Testergebnis und die zu testende Person leisten. Die Ausstellung einer Testbescheinigung (Vordruck für Selbsttest und Schnelltest) für Arbeitnehmer ist freiwillig.


Ist die Testung Arbeitszeit?

Laut Verordnung müssen Corona-Tests nicht innerhalb der Arbeitszeit durchgeführt werden. Diese können auch bspw. morgens vor der Arbeit im privaten Umfeld gemacht werden. Maßgeblich für den Ort der Durchführung sind Unternehmensstrukturen und räumliche Gegebenheiten. Wir empfehlen die Testung im Betrieb, nach Möglichkeit im gesonderten Raum.


Welche Tests können angeboten werden?

Grundsätzlich existieren drei Testvarianten:

  • Selbsttest – Jede Person kann nach beigefügter Anleitung diese Testvariante eigenverantwortlich durchführen. 
  • Antigen-Schnelltest – Bis vor Kurzem noch durfte diese Testform nur von medizinischem/geschultem Personal durchgeführt werden. Mittlerweile sind auch erste Schnelltests zu Anwendung von Laien auf dem Markt.
  • PCR-Test – der "Goldstandard" unter den Corona-Tests steht für das sicherste Ergebnis in der Pandemiebekämpfung. Die Probeentnahme erfolgt außschließlich durch medizinisches Personal, die Auswertung im Labor. 

Unternehmen können am Markt Selbst- und Schnelltests erwerben, die laut Verordnung auch ausreichen.


Woher können Unternehmen Tests beziehen?

Corona-Tests sind über klassische Vertriebskanäle erhältlich, bspw. Medizinbedarf, heimische Apotheken oder den lokalen Handel. Eine Übersicht erhalten Sie über den IHK ecoFinderund unter Thüringen macht's. Einfach.

Sie wollen Tests anbieten? Dann registrieren Sie sich auf diesen Seiten.


Was ist zu tun, wenn der Test positiv ist?

Sollte die Testung eine Corona-Infektion nachweisen, ist der Mitarbeiter sofort räumlich abzusondern. Bei Nutzung von Antigen-Schnelltests muss das positive Ergebnis direkt dem örtlichen Gesundheitsamt mitgeteilt werden, im Fall von Selbsttests gilt dies nicht. Um Infektionsketten im Betrieb konsequent zu unterbrechen und einzudämmen, empfiehlt sich immer die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder dem Hausarzt. Hier wird ein Termin für eine PCR-Testung veranlasst. Sobald das negative Ergebnis vorliegt, darf die getestete Person ihre Arbeit wie gewohnt aufnehmen. Für den anderen Fall: Ordnet das Gesundheitsamt eine Quarantäne an, erhält der Arbeitnehmer sein Arbeitsentgelt im vollen Umfang weiter. Der Arbeitgeber kann die Erstattung nach § 56 Infektionsschutzgesetz beantragen.


Wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten der Tests tragen die Unternehmen. Eine Erstattung sehen weder die Corona-Arbeitsschutzverordnung noch die Coronavirus-Testverordnung derzeit vor. Die Ausgaben für Corona-Tests können jedoch als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Für Unternehmen, die Überbrückungshilfe III beziehen, sind allerdings Ausgaben für Hygienemaßnahmen (z. B. Schnelltests) förderfähig.

Die IHK Südthüringen hat eine Kostenübernahme  – insbesondere für notleidende Unternehmen – von der öffentlichen Hand gefordert.


Zusätzliche Hilfestellungen

Vertiefende Informationen und Formblätter (Mitarbeiterinformation, Testbescheinigung, Einverständniserklärung) lesen Sie auf unserer Corona-Testseite.

Außerdem möchten wir Sie auf folgende Angebote des DIHK hinweisen: Das Kurzseminar „Corona-Tests in Unternehmen – Was geht rechtlich, was nicht?“ gibt angesichts der teilweise noch unklaren Rechtslage erste Hilfestellungen im Umgang mit freiwilligen Selbsttests und arbeitgeberseitig angeordneten Schnelltests. 

Im Online-Seminar „Covid-19-Selbsttests im Unternehmen organisieren und durchführen“ erhalten Teilnehmende einen Überblick über Rahmenbedingungen, entscheidende organisatorische Maßnahmen sowie Hinweise zur praktischen Umsetzung von Selbsttests in die betriebliche Praxis.

Zu den Webinaren


Wichtiger Hinweis

Ein Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme und stellt keine absolute Sicherheit dar. Corona-Schutzmaßnahmen (AHA-L-Regeln) sind im Betrieb neben den Testungen konsequent einzuhalten. Also: Händehygiene beachten, Abstand halten, medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Innenräume regelmäßig lüften.


Persönliche Beratung

Sie haben weitere Fragen und wollen Ihr persönliches Testregime im Einzelgespräch erörtern? Unsere Ansprechpartnerin Mandy Gries hilft Ihnen gerne weiter: Tel. +49 3681 362-169 oder E-Mail an gries@suhl.ihk.de.


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