Ausrichtung der Berufsausbildung für neue Technologien gemeinsam im Blick

Wie muss sich die berufliche Ausbildung verändern, um den wachsenden Anforderungen der Batterietechnologie gerecht zu werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Fachtagung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen im Haus der Wirtschaft in Suhl. Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Institutionen diskutierten gemeinsam, wie Qualifizierungsbedarfe frühzeitig erkannt und zukunftsfähig in bestehende Ausbildungsstrukturen integriert werden können.

Am 21. April 2026 fand im Haus der Wirtschaft in Suhl eine Fachtagung zum Thema „Batterietechnologie im Aufschwung: Bedarf es neuer Berufsbilder?“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Qualifizierung von Fachkräften im Kontext der Batterietechnologie sowie deren zunehmende Bedeutung für die berufliche Bildung.

Batterietechnologien nehmen eine Schlüsselrolle in Feldern wie Elektromobilität, erneuerbaren Energien, Energiespeicherung und digitaler Infrastruktur ein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die erforderlichen Kompetenzen bereits in bestehenden Ausbildungsberufen vermittelt werden. Zur Ausschöpfung technologischer Potenziale bedarf es einer hochqualifizierten Fachkräftebasis, welche die gesamte Wertschöpfungskette, von Entwicklung und Produktion über Wartung bis hin zu Recycling und Sicherheitsaspekten, abdeckt.

„Eine gezielte Qualifizierung von Fachkräften ist eine wesentliche Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Innovationen. Dabei gilt es, neben der Weiterbildung bestehender Fachkräfte auch die berufliche Erstausbildung konsequent an den Bedarfen auszurichten und beständig weiterzuentwickeln“, betonte Anja Boller, Abteilungsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK Südthüringen.

Unter Moderation der IHK Südthüringen kamen Vertreter bundesweit tätiger Unternehmen, des Bildungsverbunds Batterie Mitteldeutschland, der DIHK, verschiedener Bildungseinrichtungen sowie von Kommunen und Institutionen zusammen. Im Fokus stand der Austausch von Praxiserfahrungen und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze. In Workshops wurden Impulse erarbeitet, welche Ausbildungsinhalte in bestehenden Berufsbildern weiterentwickelt beziehungsweise neu in die Rahmenlehrpläne integriert werden sollten.

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Frage, ob neue Berufsbilder im Bereich der Batterietechnologie erforderlich sind oder ob Zusatzqualifikationen innerhalb bestehender Ausbildungsberufe ausreichen. Die Ausführungen von Kerstin Schroth-Geier, Referatsleiterin für industriell-gewerbliche Berufe bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), verdeutlichten die hohe Komplexität bei der Entwicklung neuer Berufsbilder. Angesichts dynamischer Transformationsprozesse gewinnt jedoch die zügige Umsetzung entsprechender Verfahren zunehmend an Bedeutung. Dabei muss die Sicherung der Qualität der dualen Berufsausbildung und die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft Berücksichtigung finden. 

Die Veranstaltung bildete einen wichtigen unternehmensübergreifenden Auftakt, um technologische Entwicklungen und konkrete Bedarfe der Wirtschaft systematisch aufzunehmen und in Aus- und Weiterbildungsstrukturen zu überführen. Dabei wurde deutlich, dass entlang der Wertschöpfungskette der Batterietechnologie weiterhin Handlungsbedarf besteht, insbesondere bei der Identifikation von Themenfeldern, die bislang nicht ausreichend in den Ausbildungsrahmenplänen berücksichtigt sind.

Ein bedeutender Partner bei der Ermittlung und Weiterentwicklung entsprechender Qualifizierungsbedarfe ist der Bildungsverbund Batterie Mitteldeutschland.

„Wenn wir die Batteriebranche in Deutschland und Europa stärken wollen, müssen wir Qualifizierung als strategische Aufgabe verstehen und die entsprechenden Ausbildungsstrukturen jetzt gemeinsam weiterentwickeln“, unterstrich Ines Fuchs, Geschäftsstellenleiterin der ELMUG eG und Mitglied im Bildungsverbund Batterie Mitteldeutschland.

 

Suhl, 22.04.2026

Dominik Konrad
Referent Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation

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