Mehrsprachige Prüfungen für Berufskraftfahrer: IHKs bereit, Politik untätig

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen sowie die IHK-Organisation sind bereit, Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation für Berufskraftfahrer in mehreren Sprachen anzubieten. Damit können ausländische Fachkräfte einfacher und schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. Weiterhin fehlt die gesetzliche Grundlage. Die Bundesregierung wird daher aufgefordert, das bestehende Konzept zügig wieder in den Gesetzgebungsprozess einzubringen.

Die Industrie- und Handelskammern in Deutschland stehen bereit, Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation für Berufskraftfahrer in mehreren Sprachen durchzuführen. Doch obwohl der Fachkräftemangel im Transport- und Logistiksektor weiter anhält, bleibt die neue Bundesregierung bislang untätig. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der früheren Ampel-Regierung wurde vor dem vorzeitigen Regierungsende nicht mehr verabschiedet und wird bislang nicht erneut aufgegriffen.

„Die IHKs sind startklar. Aber die Politik lässt das Thema liegen“, kritisiert Thomas Leser, Referent für Regionalplanung, Handel und Verkehr der IHK Südthüringen. „Die Möglichkeit, Prüfungen in der Muttersprache abzulegen, besteht seit vielen Jahren in der theoretischen Führerscheinprüfung und wäre ein konkreter Hebel gegen den anhaltenden Fachkräftemangel. Umso unverständlicher ist es, dass trotz abgeschlossener Vorarbeiten bislang keine sichtbaren politischen Schritte zur Umsetzung erfolgen.“

Der damalige Entwurf sah vor, dass die Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation künftig neben Deutsch auch in acht weiteren Sprachen möglich sein sollen. Die IHK-Organisation hat diesen Prozess unterstützend begleitet und ist unmittelbar in Vorleistung gegangen, indem sie die notwendigen Vorbereitungen längst abgeschlossen hat: Prüfungsunterlagen wurden angepasst, Prozesse definiert und die Infrastruktur für mehrsprachige Prüfungen geschaffen.

Mehrsprachige Prüfungen würden es vielen ausländischen Arbeitskräften erleichtern, schneller und rechtssicher in den Beruf einzusteigen. Ein Vorteil für Betriebe und Fahrer sowie die gesamte Logistikbranche.

„Es ist nur im Sinne unserer Wirtschaft, dass das fertige Konzept nicht weiter auf die lange Bank geschoben wird. Deshalb muss umgehend ein neues Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden“, mahnt Thomas Leser.

Suhl, 23. Juli 2025

Thomas Leser
Senior Expert Regionalplanung, Handel & Verkehr

Telefon +49 3681 362-132

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