Zum Maßnahmenpaket des TMBWK: Positive Impulse für Ausbildung und Fachkräftesicherung

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen bewertet das Maßnahmenpaket des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur positiv, soweit es zu einer stabileren Unterrichtsversorgung, mehr Praxisbezug und besseren Rahmenbedingungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung beiträgt.

„Aus Sicht der Südthüringer Wirtschaft ist entscheidend, dass junge Menschen die Schule mit den notwendigen Grundkompetenzen, persönlicher Reife und realistischen Perspektiven für ihren weiteren Bildungsweg verlassen. Sehr zu begrüßen ist, dass durch die Maßnahmen die Regelschulen gestärkt werden. Ihnen kommt für die Fachkräftesicherung eine besondere Bedeutung zu, da sie für viele Jugendliche eine zentrale Brücke in die duale Ausbildung darstellen. Alles, was den Unterricht verlässlicher macht und dadurch die Ausbildungsreife stärkt, ist deshalb grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Unternehmen in Südthüringen ist wichtig, dass Schüler gut auf die Ausbildung vorbereitet werden“, sagt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Darüber hinaus sind vor allem jene Maßnahmen bedeutsam, die einen konkreten Bezug zu beruflicher Bildung und Fachkräftesicherung haben. Dazu zählen die stärkere Praxisorientierung in der Lehrkräfteausbildung, neue Zugänge in der Lehrkräftegewinnung insbesondere im MINT-Bereich, die bessere Unterstützung von Seiteneinsteigenden sowie die geplante Stärkung der Fachpraxislehrkräfte an berufsbildenden Schulen. Gerade die berufsbildenden Schulen spielen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eine zentrale Rolle. Sie sind ein wesentlicher Baustein für die Fachkräftesicherung in der Region und für die Leistungsfähigkeit des dualen Ausbildungssystems.

Auch der angekündigte Bürokratieabbau sowie digitale Unterstützungssysteme für Lehrkräfte sind sinnvoll. Weniger Verwaltungsaufwand bedeutet mehr Zeit für Unterricht, Förderung und Berufsorientierung, wozu auch die vorgesehene Neuausrichtung der Altersabmilderung sowie die Einrichtung eines Ansparkontos für Lehrkräfte beitragen.

Entscheidend wird nun sein, dass die angekündigten Maßnahmen zügig umgesetzt werden und sich spürbar in den Schulen auswirken. Es kommt besonders darauf an, die Ausbildungsfähigkeit junger Menschen zu stärken, die beruflichen Schulen weiter zu stabilisieren und die Fachkräftesicherung im ländlich geprägten Raum nachhaltig zu unterstützen.

Suhl, 19. März 2026

Dominik Konrad
Referent Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation

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