Meist geht es nur um wenige tausend Euro – Anschubfinanzierung leichtgemacht

Viele kleine Unternehmen drohen an den hohen Finanzierungshürden zu scheitern. Oft handelt es sich um die notwendige Vorfinanzierung eines Auftrages oder ein Anschaffungsdarlehen für neue Gerätschaften. Für ein normales Darlehen stellt die Bank eine aufwendige Solvenzprüfung voran und verlangt ausreichende Sicherheiten, welche für ein Kleinstunternehmen aber auch für einen Existenzgründer meist nicht leistbar sind. Das ist bedauerlich, da unsere Wirtschaft aufstrebende und handlungsfähige Jungunternehmer dringend benötigt.

Die Vergabe von sogenannten Mikrokrediten hilft kleinen Unternehmen bei Schwierigkeiten mit Bankfinanzierungen. Bereits seit 2010 existiert das Programm „Mikrokreditfond Deutschland“, an diesem Programm sind verschiedene Finanzierungsinstitute beteiligt und die Zusagen aus diesem Fond sind mittlerweile stetig gestiegen. Alternativ gibt es auch ein Mikrodarlehen aus dem Thüringer Mikrodarlehensfond.

Im Gegensatz zu den klassischen Finanzierungsformen handelt es sich bei solchen Mikrokrediten um ein Instrument, mit dem individuelles Engagement besonders gefördert wird. Da bei der Vergabe auf den Aufbau von Vertrauen gesetzt wird, werden diese in einem Stufenverfahren gewährt. Im ersten Schritt können maximal 10.000 Euro als Kredit gewährt werden. Bei ordnungsgemäßer Tilgung kann sich eine zweite und dritte Stufe bis maximal 20.000 Euro anschließen. Bei dem alternativen Darlehen aus dem Thüringer Mikrodarlehensfond beträgt der maximale Finanzierungsbetrag sogar 25.000 Euro.

Bei einer erfolgreichen Tilgung spricht nichts gegen einen Folgekredit, so dass sich eine langfristige Finanzierungsform anbietet. Sobald dann der Kreditrahmen zu gering wird und der Wachstumskurs des Unternehmens überzeugt, sind die Chancen für ein reguläres Bankdarlehen besser einzuschätzen.

Die Vergabemodalitäten können bei den verschiedenen Instituten teilweise voneinander abweichen und werden individuell an die unternehmerischen Fähigkeiten angepasst. Bei der Auswahl eines Mikrofinanzinstitutes ist eine „örtliche Nähe“ sinnvoll. Eine fachliche Begleitung mit betriebswirtschaftlichen Ansatzpunkten ist neben der finanziellen Hilfe ein weiterer Mehrwert für das antragstellende Unternehmen.

Es ist nicht möglich, mehrere Mikrokredite bei verschiedenen Instituten gleichzeitig zu erhalten. Eine Zu- oder Absage erfolgt bei Vorlage komplett stimmiger Unterlagen in der Regel binnen fünf Werktage. Dem Antrag ist jeweils ein aktueller Schufa-Auszug, sowie ein Unternehmenskonzept oder eine vorhandene aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung beizufügen. Außerdem die Gewerbeanmeldung und eine Kopie des Personalausweises und der Bankkarte.

Potentielle Antragsteller sollten sich gut vorbereiten. Den Ansprechpartner beim Mikrokreditinstitut überzeugt man am leichtesten, wenn der Unternehmer motiviert auftritt und seine Geschäftsidee stichhaltig vermitteln kann. Genaue Erklärungen, wofür das gewünschte Darlehen eingesetzt werden soll, erhöhen für den Antragsteller die Chance das zukünftige Geschäft voranzubringen.

Da mit diesem Programm auch der wirtschaftliche Nebenerwerb gefördert wird, sind solche Mikrokredite insbesondere für kleine Unternehmen (bis fünf Jahre am Markt) sowie auch Frauen und Unternehmer mit Migrationshintergrund interessant. Mit dem Mikrokreditfond wird eine wichtige Lücke im Finanzierungsbereich geschlossen, welche ganz konkret Kleinstunternehmen fördert und absichert.

Weitere Informationen sind unter www.mein-mikrokredit.de abrufbar sowie auf der Website des Thüringer Zentrums für Existenzgründung und Unternehmertum www.thex.de/mikrofinanzagentur erhältlich.

Antje Freund
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