Statement des Präsidenten zur Deckelung des CO₂-Preises im Jahr 2027
„Die Begrenzung des CO2-Preises im Jahr 2027 ist zu begrüßen, aber keine politische Großtat angesichts der enorm gestiegenen Energiepreise. Sie verhindert lediglich eine weitere, kaum kalkulierbare Verteuerung von Benzin, Diesel, Heizöl und Erdas. Eine Entlastung ist damit nicht verbunden, im Gegenteil. Die geopolitischen Krisen und dazu die Niedrigstände unserer Wasserstraßen erzeugen längst mehr als den Preiseffekt, den die CO2-Bepreisung über einen breiten Zeitraum, und unter Rückgaben durch das Klimageld, politisch herbeiführen wollte. Trotzdem hält der Staat an diesen erheblichen Zusatzbelastungen fest und erzielt zusätzlich hohe Milliarden-Mehreinnahmen, während Unternehmen und Beschäftigte die Kosten tragen. Besonders widersprüchlich ist es, Milliarden aus dem Emissionshandel zur Stabilisierung des Bundeshaushalts und des Koalitionsfriedens umzuleiten, statt Wirtschaft und Bürger dauerhaft zu entlasten. Notwendig sind mindestens die Aussetzung der nationalen CO2-Bepreisung und eine dauerhafte spürbare Senkung der Energie- und Stromsteuern. Der Vorstoß Thüringens zur CO2-Bepreisung war richtig und darf dabei nicht weiter in den Ausschüssen des Bundesrates versanden.“
- Torsten Herrmann, Präsident der IHK Südthüringen
Suhl, 12.08.2026
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