Statement zum Netzpaket und dem EEG

„Die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Änderungen des EEG und des Netzanschlusspakets gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Es ist richtig, erneuerbare Energien schrittweise stärker in den Wettbewerb zu führen und ihre Wirtschaftlichkeit weniger von staatlichen Förderungen abhängig zu machen.  Die ursprüngliche Absicht der Bundeswirtschaftsministerin, neue Anlagen gänzlich ohne staatliche Förderung in den Energiemarkt zu integrieren, wäre noch konsequenter gewesen. Geschäftsmodelle müssen sich letztlich an marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientieren.

Für die Südthüringer Wirtschaft ist unter Kostenaspekten durchaus relevant, dass Energie möglichst dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht wird. Eine regionale Erzeugung und Nutzung reduziert Systemkosten und entlastet die Netze. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die neuen Fördergrundsätze Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte in Südthüringen haben werden. Das wird Folgen für die Investitionsbereitschaft in den auszuweisenden Windvorranggebieten und den Regionalplänen haben. Diese Auswirkungen werden nun sorgfältig unternehmerisch bewertet werden müssen und am Ende werden nur diejenigen Projekte umgesetzt, die auch unter neuen Rahmenbedingungen wirtschaftlich tragfähig sowie netz- und systemdienlich sind.“

- Dr. Ralf Pieterwas

 

Suhl, 29.07.2026

Dominik Konrad
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