IHK Südthüringen begrüßt Investitionsinitiative für die Thüringer Rhön

 

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) begrüßt das Vorhaben des Rhönforums, in den kommenden drei Jahren mindestens 15 Millionen Euro an Investitionen in die touristische Infrastruktur anzustoßen. Ein gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz und hochwertige touristische Angebote können die Thüringer Rhön im Wettbewerb um Gäste stärken und den Betrieben vor Ort zusätzliche Umsatzchancen eröffnen.

Die Thüringer Rhön kann dabei auf einer soliden touristischen Basis aufbauen. Im Jahr 2025 verzeichnete die Region 480.680 Übernachtungen und damit 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent. Mit 87,7 von 100 möglichen Punkten zählt die Thüringer Rhön laut der aktuellen TrustYou-Auswertung zu den 20 bestbewerteten Tourismusregionen Deutschlands. Beim Service der Beherbergungsbetriebe belegt sie bundesweit den dritten Platz.

Das Vorhaben des Rhönforums greift zentrale Forderungen der IHK Südthüringen auf. Die Kammer setzt sich dafür ein, bestehende Angebote für Aktivurlauber zu erhalten und ihre Förderung zu sichern. Weitere Sportstätten sollen für Gäste zugänglich werden. Damit die Investitionen den Unternehmen vor Ort zugutekommen, sollte die touristische Infrastruktur gezielt weiterentwickelt und mit den Angeboten der Betriebe verknüpft werden.

Auch Meiningens Bewerbung um die Thüringer Landesgartenschau 2036 unterstützt die IHK. Die Schau bietet der Stadt die Chance, Investitionen in die Stadtentwicklung anzustoßen und über das Veranstaltungsjahr hinaus mehr Gäste zu gewinnen.

„Thüringens Süden braucht solche Investitionen. Umso mehr Gewicht hat die Initiative des Rhönforums in einer Zeit, in der hohe Kosten und langwierige Verfahren Investitionen am Standort Deutschland erschweren. Die Politik könnte hier viel bewirken. Wo öffentliche Mittel eingesetzt werden, muss zugleich von Anfang an klar sein, welchen Nutzen ein Vorhaben der Südthüringer Wirtschaft auf Dauer bringt und wie Betrieb und Unterhalt nach Auslaufen der Förderung finanziert werden“, sagt Jan Scheftlein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Abteilungsleiter Standortpolitik der IHK Südthüringen.

 

Suhl, 06.11.2026

Dominik Konrad
Dominik Konrad
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