Kritische Sicherheitslücken: Unternehmen sollen Internetseiten überprüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor zwei kritischen Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP. Angreifer könnten diese ausnutzen, um ohne vorherige Anmeldung Schadcode auf betroffenen Webservern auszuführen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen empfiehlt Unternehmen deshalb, ihre Webanwendungen umgehend auf eine mögliche Betroffenheit überprüfen und erforderliche Sicherheitsupdates einspielen zu lassen.

PHP kommt unter anderem bei Unternehmenswebsites, Onlineshops, Kundenportalen und Content-Management-Systemen wie WordPress oder TYPO3 zum Einsatz. Am 21. Oktober wurden Sicherheitsupdates veröffentlicht, mit denen die Schwachstellen geschlossen werden können. Das BSI stuft die Bedrohung als besonders schwerwiegend ein und empfiehlt unverzügliche Gegenmaßnahmen.

Unternehmen sollten insbesondere feststellen, welche PHP-Versionen in ihren Systemen eingesetzt werden und ob die erforderlichen Sicherheitsupdates bereits installiert wurden. Wer seine Internetangebote durch externe IT-Dienstleister oder Hostinganbieter betreuen lässt, sollte den aktuellen Sicherheitsstatus aktiv erfragen. Auch bei bestehenden Wartungsverträgen empfiehlt sich eine ausdrückliche Bestätigung.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen öffentlich erreichbare Webanwendungen. Ist eine kurzfristige Aktualisierung nicht möglich, sollten gemeinsam mit dem IT-Dienstleister geeignete Schutzmaßnahmen geprüft und ergriffen werden.

Weitere Informationen enthalten die aktuellen Sicherheitshinweise des BSI sowie die Sicherheitsmitteilungen des PHP-Projekts.

 

Suhl, 22.10.2026

Dominik Konrad
Dominik Konrad
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