Beruflich aufsteigen mit einem Abschluss der Höheren Berufsbildung

IHK Südthüringen ehrt insgesamt 49 Absolventen

 

Eine abgeschlossene Ausbildung ist der Anfang vieler beruflicher Wege. Wie weit sie führen können, zeigen 49 Fachkräfte, die ihre Fortbildungsprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen erfolgreich abgelegt haben. Bei einer Festveranstaltung im IHK-Bildungszentrum in Suhl-Mäbendorf würdigt die IHK ihre Leistungen. Die Abschlüsse eröffnen neue Möglichkeiten, anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in Unternehmen zu übernehmen.

„Die Höhere Berufsbildung verbindet Erfahrung aus dem Betrieb mit einer anspruchsvollen Qualifikation. Wer sich nach der Ausbildung zum Industriemeister, Fachwirt oder Betriebswirt weiterentwickelt, bringt wertvolles Wissen unmittelbar in die Unternehmen zurück“, sagt Anja Boller, Abteilungsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK Südthüringen und betont: „Für Beschäftigte ist das eine zukunftsfeste Aufstiegsperspektive. Für die Betriebe ist es eine Möglichkeit, Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu gewinnen.“

Vier der Geehrten haben einen Abschluss als Geprüfte Betriebswirte oder Geprüfte Technische Betriebswirte erreicht. Die übrigen 45 Absolventen haben sich unter anderem zu Industriemeistern, Wirtschaftsfachwirten sowie Fachwirten im Gesundheits- und Sozialwesen qualifiziert. Diese Fortbildungsabschlüsse sind im Deutschen Qualifikationsrahmen auf den Niveaus 6 und 7 eingeordnet und damit hinsichtlich ihres Qualifikationsniveaus Bachelor- und Masterabschlüssen gleichwertig. Welche Abschlussbezeichnung auf dem Zeugnis steht, richtet sich nach der jeweiligen Fortbildungsordnung.

„Was die Absolventen hier geleistet haben, ist einer akademischen Ausbildung in nichts nachgeordnet. Ein Meisterbrief, ein Fachwirt, ein geprüfter Betriebswirt, das sind keine kleineren Abschlüsse als ein Universitätsdiplom, das sind andere Abschlüsse, mit einem eigenen, hohen Anspruch. Wer neben der Vollzeitarbeit noch die Kraft findet, sich Abend für Abend an den Schreibtisch zu setzen, der beweist eine Disziplin, die ich außerordentlich respektiere. Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft diesen Respekt noch selbstverständlicher zeigt“, erklärt Beate Meißner, Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz.

Die Vorbereitung verlangt Durchhaltevermögen, oft neben Beruf und Familie. Zugleich lässt sich der berufliche Aufstieg auf unterschiedlichen Wegen gestalten: in Vollzeit, berufsbegleitend oder mit digitalen Lernangeboten. Für geeignete Fortbildungen stehen Fördermöglichkeiten wie das Aufstiegs-BAföG zur Verfügung.

Dass die Südthüringer Wirtschaft diese Entwicklung selbst in die Hand nimmt, zeigt das IHK-Bildungszentrum. Seit seiner Eröffnung im Herbst 2001 haben dort mehr als 33.000 Menschen Weiterbildungsangebote genutzt. In 25 Jahren kamen mehr als vier Millionen organisierte Lernstunden zusammen. Zum Angebot gehören auch Lehrgänge, die auf Prüfungen der Höheren Berufsbildung vorbereiten und sich am Bedarf der Unternehmen und ihrer Beschäftigten orientieren.

„Unsere Absolventen haben bewiesen, was mit Können und Einsatz möglich ist. Ebenso wichtig sind Betriebe, die ihren Beschäftigten solche Entwicklungsschritte ermöglichen. Seit 25 Jahren unterstützt das Bildungszentrum beide Seiten dabei. Es macht berufliche Weiterbildung zu einem festen Bestandteil der Fachkräftesicherung in Südthüringen“, unterstreicht Anja Boller.

 

Suhl, 28.09.2026

Dominik Konrad
Dominik Konrad
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