Verarbeitendes Gewerbe

Der IHK-Bezirk Südthüringen ist eine Industrieregion. Im verarbeitenden Gewerbe, als das man die Industrie auch bezeichnet, sind 33 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beschäftigt. In der Branche entstehen 43 Prozent des steuerbaren Umsatzes und 41 Prozent des Gewerbeertrages. Daher wird das verarbeitende Gewerbe besonders gewürdigt.

Die Statistik liefert wichtige Kennzahlen für die Industrie im IHK-Bezirk sowie Vergleichswerte für Thüringen und die anderen Bundesländer:

Hier erhalten Sie Angaben zu den Industriebeschäftigten und -betrieben je 1.000 Einwohner.

Als Maß für die Produktivität wird hilfsweise der Umsatz je Beschäftigten verwendet. Üblicherweise werden die Arbeits- und Kapitalproduktivität ermittelt, indem man den jeweiligen Faktoreinsatz durch die Bruttowertschöpfung dividiert. Für die Statistik auf Kreis- oder IHK-Bezirksebene ist das nicht zweckmäßig, weil Daten zur Bruttowertschöpfung mit einem Zeitverzug von drei Jahren von der amtlichen Statistik veröffentlicht werden. Daher behilft man sich damit, den Industrieumsatz je Beschäftigten zu ermitteln. Hier liegt der Zeitverzug bei sechs bis neun Monaten. Während die sog. Umsatzproduktivität jedoch nur verkaufte Güter berücksichtigt, enthält die Arbeitsproduktivität auf Basis der Bruttowertschöpfung auch selbst erstellte Anlagen sowie Vorratsveränderungen.

Diese Daten gibt es nur hier: Die IHK Südthüringen hat das Thüringer Landesamt für Statistik gebeten, für die Wirtschaftszweige der Industrie in Südthüringen Kennzahlen bereitzustellen. Nicht für alle Wirtschaftszweige ist dies möglich, denn immer dann, wenn durch die Veröffentlichung einer Statistik sowie weiteres zugängliches Datenmaterial Rückschlüsse auf ein Unternehmen möglich sind, darf die amtliche Statistik die Daten nicht veröffentlichen. Diese Art der Geheimhaltung resultiert aus der allgemeinen Meldepflicht für alle Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten.

Die amtliche Statistik ermittelt die Entgelte als Summe der Bar- und Sachbezüge der Arbeiter, Angestellten und Auszubildenden einschließlich aller Sonderzahlungen, allerdings ohne Arbeitgeberbeiträge, Aufwendungen für die betriebliche Altersvorsorge, allgemeine soziale Aufwendungen, gezahltes Vorruhestandsgeld, geleistete Überschüsse der bUndesagentur für Arbeit und Leistungen aus dem Altersteilzeitgesetz. Diese Summe wird denkbar einfach durch die Zahl der Beschäftigten geteilt. Das Entgelt je Beschäftigten liefert insoweit lediglich eine gute Orientierung im überregionalen Vergleich und im Hinblick auf Veränderungsraten.

Hier erhalten Sie Informationen über die Investitionstätigkeit der Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Investitionen, die Abschreibungen wertmäßig übersteigen,vergrößern den Kapitalstock einer Volkswirtschaft. Abstrakt betrachtet entsteht das Produktionspotential und mithin das Bruttoinlandsprodukt durch die funktionale Verknüpfung der Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Wissen. Steigt der Kapitalstock unter sonst gleichen Bedingungen an, vergrößern sich somit die Produktionsmöglichkeiten.

Wie geben Ihnen Informationen zum Energieverbrauch in Industriebetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten.

 

Dr. Jan Pieter Schulz
Dr. Jan Pieter, Schulz
Referent Volkswirtschaft

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