GRW-Richtlinie

Aktuell: GRW-Förderung wird 2022 verschlankt

Bund und Länder haben an einem der wichtigsten Instrumente der Investitionsförderung geschraubt: der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, kurz GRW. Bisher galt Thüringen als einheitliches C-Fördergebiet – ohne regionale Differenzierungen. Das ändert sich ab dem 1. Januar 2022. 

Für das Kammergebiet zeichnet sich ab, dass der Ilm-Kreis aufgrund der positiven Entwicklung zum sogenannten D-Fördergebiet abgestuft wird. Eine GRW-Förderung für Großbetriebe im Bestand ist dann nicht mehr möglich. Für strukturschwächere Regionen, resultierend aus der demografischen Entwicklung, bspw. der kreisfreien Stadt Suhl, könnte sich hingegen ein Förderbonus im kommenden Jahr ergeben.

Die ab 2022 gültige Förderrichtlinie wird im 4. Quartal 2021 durch das Wirtschaftsministerium zur Diskussion gestellt. Unternehmen, welche absehbar Investitionsvorhaben mit Unterstützung der GRW-Förderung umsetzen wollten, sollten jetzt rechnen und vergleichen. Lohnt es sich, aktuelle Förderkonditionen im Rahmen der Corona-Folgenbewältigung zu nutzen oder ist es günstiger, das Invest im kommenden Jahr zu beginnen? Eine pauschale Empfehlung kann nicht getroffen werden, unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen allerdings gerne weiter.

GRW-Fördergebietskarte ab 2022 

 

Überblick zur GRW-Förderung

Die neue GRW-Richtlinie (Richtlinie des Freistaates Thüringen für die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbessserung der regionalen Wirtschaftsstruktur") ist zum 29.03.2021 in Kraft getreten.

Die GRW-Förderung gilt für Vorhaben in Thüringen mit einer Investitionssumme von mindestens 100.000 Euro. Die Höchstfördersätze der förderfähigen Investitionssumme werden in der neuen Richtlinie bis zu einer Zuschusssumme von maximal 1,8 Mio. Euro (entsprechend der Kleinbeihilfenregelung des Bundes) generell um jeweils 10 Prozentpunkte wie folgt erhöht:

  • für kleine Unternehmen von 30 auf 40 Prozent
  • für mittlere Unternehmen von 20 auf 30 Prozent
  • für große Unternehmen von 10 auf 20 Prozent

Um weitere 10 Prozentpunkte können die Förderhöchstsätze noch erhöht werden, wenn das Unternehmen in der Krise zusätzlich Corona-Überbrückungshilfen oder außerordentliche Wirtschaftshilfen erhalten hat oder ein Unternehmen der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie ist. In Genuss dieser zusätzlichen 10 Prozentpunkte können auch Unternehmen der Tourismusbranche, des Beherbergungs- und Veranstaltungsgewerbes kommen Branchen, die von der Krise partizipieren konnten (beispielsweise der Versandhandel, IT-Dienstleister und die Logistik), können nicht in Genuss der erhöhten Fördersätze kommen, werden aber generell nicht von der GRW-Förderung ausgeschlossen.

Die GRW-Richtlinie ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Die weiteren Zuwendungsvoraussetzungen, Aussagen zum Antragstellerkreis, dem Antragsweg etc. für die GRW-Förderung sind der aktuellen Richtlinie zu entnehmen und sind auf der Website der Thüringer Aufbaubank in der Rubrik Förderprogrammdetails zusammengefasst.

Annegret Klein
Annegret Klein
Referentin für Betriebsberatung

Telefon +49 3628 6130-513

 E-Mail klein@suhl.ihk.de

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